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Finanzsektor im Corona Wandel

Die Corona-Pandemie hat innert kürzester Zeit das Arbeitsleben völlig umgekrempelt. Das gilt natürlich auch für die Mitarbeitenden der Banken und Versicherungen. Wie wird die neue Arbeitswelt in der Finanzbranche aussehen? Und – bietet die Branche Berufsanfängern noch attraktive Aussichten? Eine Momentaufnahme.

Eine Workforce im Aufbruch

Die Veränderung der Personalorganisation im Finanzwesen geht weit über rasant voranschreitende Digitalisierung hinaus. Die systemrelevanten Banken und Versicherungen arbeiten während der Corona-Krise am Limit, um die staatlichen Gegenmassnahmen umzusetzen. Gleichzeitig müssen sie sich auf eine drohende Rezession und mögliche Kreditausfälle einstellen. Dabei kommen die starren Teamstrukturen der Vergangenheit an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit.

Um den Herausforderungen der Krise zu begegnen, sind deshalb zunehmend flexible Lösungen im Personalbereich gefragt. Die Entwicklung geht hin zu einer Kombination aus fest angestellten Mitarbeitenden und solchen, die vorübergehend zum Team hinzustossen. Letztere sind agile Spezialisten externer Personalunternehmen, auf die bei Arbeitsspitzen oder besonders komplexen Aufgaben zurückgegriffen wird. Diese «Liquid Workforce» aus festen und externen Mitarbeitern ist in der Lage, schneller und flexibler auf neue Aufgaben oder Veränderungen zu reagieren als die hierarchisch geprägte Personalstruktur vieler Schweizer Banken.

Das aus den angelsächsischen Ländern stammende Liquid-Workforce-Prinzip hat Vorteile für alle Beteiligten. Es fördert aufgrund seiner Flexibilität die Work-Life-Balance der Mitarbeitenden und optimiert auf Unternehmensseite den Personaleinsatz bei der Bewältigung der neuen Aufgaben.

Dazu passt, dass sich die Ansprüche der jüngeren Mitarbeitenden geändert haben: Flexible Arbeitszeiten, Home-Office und Fringe Benefits haben bereits vor Corona Einzug in die Finanzbranche gehalten und werden sich jetzt noch weiter durchsetzen.

Finanzsektor im Corona Wandel

Trotz Pandemie: Gute Karriere-Aussichten in der Finanzbranche

Trotz solcher Veränderungen sind Mitarbeitende in der Branche zuversichtlich, wenn es um die Zukunftsperspektiven von Schul- und Studienabgängern im hiesigen Finanzsektor geht. Das zeigt die neunte, repräsentative Online-Befragung zu den Berufsaussichten in der Schweizer Finanzbranche. 50,3 Prozent der Umfrageteilnehmenden geben an, dass die beruflichen Perspektiven «gut» sind, 5,3 Prozent finden sie sogar «sehr gut». Trotz Corona-Krise zeigt sich hier im Vergleich mit früheren Erhebungen ein kontinuierlicher Aufwärtstrend: 2012 hielten nur 28,5 Prozent der Befragten die Karriereaussichten für «gut» und lediglich 2,1 Prozent für «sehr gut».

30,8 Prozent der Finanzleute empfehlen dem Nachwuchs laut Umfrage besonders eine Laufbahn in Bereichen wie dem Aktienhandel, dem Fondsvertrieb oder der Vermögensverwaltung. Mehr als 27 Prozent raten dazu, direkt im Bankwesen anzuheuern. 2019 waren das noch 22,8 Prozent.

Dabei muss eine Karriere im Finanzsektor nicht immer von der Pike auf in einem traditionellen Bankhaus starten. Die Vertriebsorganisationen von Finanzdienstleistungsunternehmen wie der VSZ AG, Swissvivo oder der Swiss Life Select Schweiz AG sind ständig auf der Suche nach Quereinsteigern, die genug Empathie, Zahlenverständnis und Verhandlungsgeschick für den Job als Finanzberater mitbringen.

Bei Swiss Life Select erwartet die zukünftigen Berater unter anderem eine praxisorientierte Grundausbildung, ein erfahrener Coach sowie diverse Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Swiss Life Select scheint mit diesem Konzept für seine Mitarbeitenden recht erfolgreich zu sein: Der Finanzdienstleister ist zum wiederholten Mal als «Top Employer Schweiz» zertifiziert worden.

Durchgeführt wurde die Befragung vom Branchenportal finews.ch, der Kommunikationsagentur Communicators sowie dem Swiss Finance Institute. Befragt wurden 1.180 Mitarbeitende aus dem Finanzbereich.

 

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