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den ersten Job an Land ziehen

Direkt nach dem Studium in den Traumjob einsteigen? Das bleibt fast immer Wunschdenken. Der Bachelor- oder Masterabschluss allein öffnet am Arbeitsmarkt noch lange nicht alle Türen. Für begehrte freie Stellen, vor allem solche auf Einstiegsniveau, bewerben sich oft hunderte Menschen – viele davon womöglich mit ähnlichen oder besseren Qualifikationen, als man sie selbst aufweisen kann. Um sich bei diesem Andrang durchzusetzen, braucht es ein überzeugendes Bewerbungsschreiben, das aus der Masse der Mitbewerberinnen und Mitbewerber heraussticht. In diesem Beitrag geben die Schreibprofis und Ghostwriter von ACAD WRITE hilfreiche Tipps für die erste Bewerbung mit akademischem Titel.

 

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Das Motivationsschreiben – oder: die E-Mail, die dein Leben
verändert

Bewerbungen werden in den meisten Fällen per E-Mail eingereicht. Mit dem Text „Bitte entnehmen Sie meine Bewerbungsunterlagen dem Anhang“ und der Datei Motivationsschreiben.pdf als Attachment ist geradezu garantiert, dass man in der Flut der Bewerbungen untergeht. Die Motivation, sich für diese Stelle zu bewerben, sollte direkt im Text der Nachricht transportiert werden, und zwar so präzise und deutlich wie möglich. Hier gilt es, das Interesse und die Aufmerksamkeit des Personalmanagements zu wecken.

Dabei kann es hilfreich sein, sich Folgendes vor Augen zu halten: Mit der Stellenausschreibung möchte das Unternehmen ein Problem lösen. Es möchte bestimmte Aufgaben an eine kompetente Person anvertrauen. Man muss das Unternehmen davon überzeugen, dass man genau die richtige Person dafür ist – und dass die Lösung des Problems nur eine Unterschrift auf dem Dienstvertrag entfernt ist.

Der Betreff der Bewerbungs-E-Mail, ihr Inhalt, die Signatur und selbst die Dateinamen sollten darauf ausgerichtet sein, diese Determination zu vermitteln. Ein Betreff wie „Ihr neuer Marketingassistent stellt sich vor“ hat bessere Chancen, sich von der Konkurrenz abzuheben als „Bewerbung als Marketingassistent“. Übertreiben sollte man es mit der Kreativität und Überzeugtheit natürlich auch wieder nicht. Die grosse Kunst ist es, sich abzuheben, ohne dabei überheblich zu wirken.

Mit dem Unternehmen, bei dem man sich bewirbt, und seiner Unternehmensgeschichte sollte man sich im Vorfeld so intensiv wie möglich auseinandersetzen. Welches Image repräsentiert es? Wer sind seine Kunden? In welche Projekte ist es involviert? Mit diesem Wissen ist es möglich, überzeugend zu vermitteln, warum man die freie Stelle haben möchte und sollte.

Für einen möglichst hohen Überzeugungsfaktor sollte das Motivationsschreiben zudem den richtigen Mix aus Qualifikation und Emotion kommunizieren. Einerseits gilt es aufzeigen, warum die akademische Ausbildung und bisherige Berufserfahrung die ideale Vorbereitung für die angestrebte Position sind. Andererseits sollte man auch emotionale Stärken und einen angenehmen Charakter vermitteln. Dabei sollte man sich in Erinnerung rufen, dass die Person, die die E-Mail öffnet, mitunter einen Kollegen bzw. eine Kollegin sucht, mit der sie täglich Zeit verbringen wird. Die menschliche Dimension darf im Motivationsschreiben daher nicht vernachlässigt werden.

Das akademische Curriculum Vitae

Ein übersichtliches Curriculum Vitae ist ein wichtiger Bestandteil jeder Bewerbung und verdient mindestens dieselbe Aufmerksamkeit wie das Motivationsschreiben. Kein Lebenslauf ist wie der andere und genau das sollte man mit dem CV auch transportieren. Es geht darum, sein individuelles, persönliches Profil zu präsentieren. Das Design, die Struktur und selbst die Schriftart sollten sorgfältig gewählt sein, um einen überzeugenden Gesamteindruck zu vermitteln. Hier kann es hilfreich sein, sich bei der Erstellung des individuellen Lebenslaufs an erfolgreichen Designs zu orientieren und so eine eigene Vorlage zu generieren, die man  später aktualisieren und an einzelne Bewerbungen anpassen kann.

Die Kontaktdaten sollten übersichtlich dargestellt und einfach zu finden sein, doch im Mittelpunkt des Lebenslaufs stehen die persönlichen Erfahrungen und Qualifikationen. Dabei trennt man die akademische Karriere von der Berufserfahrung. Beim akademischen Werdegang sollten vor allem jene Stationen hervorgehoben werden, die eine Qualifikation für den angestrebten Job darstellen. Es ist üblich, ein kurzes „Forschungsprofil“ zu inkludieren, zum Beispiel mit dem Thema der Abschlussarbeit, Schwerpunkten im Studium, der Teilnahme an Vorträgen und Konferenzen – und, falls vorhanden, bereits veröffentlichten wissenschaftlichen Publikationen.

Der berufliche Werdegang sollte so vollständig wie möglich dargestellt werden. Es ist üblich, auch Ferienjobs, Nebenjobs, Praktika und ähnliches zu erwähnen, selbst wenn diese sich in einem völlig anderen Berufszweig abgespielt haben. Eine breite Berufserfahrung ist ein Hinweis auf entsprechende Soft Skills und gibt dem Unternehmen zugleich vielseitige Möglichkeiten, um Referenzen einzuholen.

Wenn die E-Mail und der Lebenslauf schliesslich herausragen und man seine Determinierung und Qualifikation überzeugend vermittelt hat, dann hat man die besten Chancen, für ein Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Diese Einladung ist das Ziel jeder Bewerbung und der nächste Meilenstein auf dem Weg zum Traumjob.

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