Standardform eines Lebenslaufs

Dein Lebenslauf steht repräsentativ für dich als Person während eines Bewerbungsprozesses. Demnach sollten beim Schreiben einige wichtige Aspekte beachtet werden. Dieser Artikel wird dir wertvolle Tipps bezüglich des Aufbaus und Thematik deines Lebenslaufs geben und dir helfen, einen qualifizierten Lebenslauf zu verfassen. Ein qualitativ hochwertiger Lebenslauf zeichnet sich vor allem durch Übersichtlichkeit, Vollständigkeit und Einzigartigkeit aus. Da von den meisten Arbeitgebern neben dem Lebenslauf auch ein Motivationsschreiben gewünscht wird, sollten diese beiden aufeinander abgestimmt sein. Das Layout deines Lebenslaufes solltest du branchenspezifisch wählen. Bewirbst du dich für einen Studentenjob oder Praktikum im Finanzsektor, ist ein klassischer Lebenslauf eher angebracht. Für eine Bewerbung im Medienbereich darf bzw. sollte es dann doch schon etwas kreativer sein, um sich von anderen Bewerbern abzuheben. Unabhängig des Layouts, besteht ein Lebenslauf immer aus mehreren Abschnitten. Im Folgenden wird jeder einzelnen näher erläutert werden.

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Da du bei einer Bewerbung auch ein Motivationsschreiben versendest, sollte dieses auf deinen Lebenslauf abgestimmt sein. Je nach Branche gibt es verschiedene Formen und Gestaltungsmöglichkeiten von Lebensläufen. Bewirbst du dich z.B. als Produktgestalter, kann dein Lebenslauf etwas ausgefallener sein und sollte definitiv zeigen, was du kannst. Möchtest du eher in die Finanzbranche einsteigen, ist ein klassisch-konservativer Lebenslauf von Vorteil. Im Marketingbereich kann dein Lebenslauf auch gerne etwas moderner gestaltet sein. Egal für welche Branche du dich interessiert, jeder Lebenslauf sollte für den Leser übersichtlich gestaltet und natürlich informativ sein.

Wir haben deshalb die Hauptbestandteile eines CV für dich zusammengefasst:

1. PERSÖNLICHE DATEN

Dein Lebenslauf sollte immer mit deinen persönlichen Angaben beginnen. Neben den wichtigsten Daten, wie deinem vollen Namen, Anschrift, E-Mail Adresse und Telefonnummer, sollte dieser Teil auch deine Nationalität und Zivilstand enthalten, sowie Geburtsdatum und Geburtsort. Nutzt du Online Portale wie LinkedIn oder Xing, darfst du diese auch gerne zusätzlich angeben. Die Frage, ob man seinem Lebenslauf ein Foto beifügen sollte, wird vielerorts kritisch diskutiert. Während dies in Amerika und England regelrecht unerwünscht ist, nutzen in der Schweiz viele Bewerber diese Möglichkeit freiwillig, um einen besseren Eindruck zu hinterlassen. Letztendlich bleibt es jedoch dir selbst überlassen. Entscheidest du dich für ein Foto, achte bitte darauf, dass es sich um ein professionelles Foto handelt, ansonsten lautet die Devise “lieber kein Foto, als ein schlechtes Foto."

2. AUSBILDUNG

Der zweite Abschnitt befasst sich mit deiner bisherigen schulischen Laufbahn. Generell ist es sinnvoll, diesen Abschnitt anti-chronologisch aufzubauen. Das heißt, man beginnt mit der aktuellsten Information oben und folglich steht die älteste unten. Du musst jedoch nicht mit der Primarstufe oder Sekundarstufe I beginnen. Es reicht aus, wenn du deine Auflistung mit der Sekundarstufe II beginnst, also dem Gymnasium, der beruflichen Grundbildung oder Fachmittelschule. Zu jedem Bildungsabschnitt solltest du ein paar weiterführende Details hinzufügen, wie z.B. deine Abschlussnote der Maturitätsprüfung oder Haupt- und Studienfächer.

3. BERUFLICHER WERDEGANG

Dieser Abschnitt handelt von deiner beruflichen Laufbahn. Hier listest du alle deine bisherigen Jobs auf. Wie in dem vorherigen Abschnitt, beginne mit dem aktuellsten und ende mit der am weitesten zurückliegenden Tätigkeit. Nennen solltest du auf jeden Fall, den Namen und Ort des Unternehmens, die genaue Jobbezeichnung und eine kurze Beschreibung, damit der Recruiter eine genauere Vorstellung von deinen Fähigkeiten und Kompetenzen bekommt. Wichtig ist, dass du nach Relevanz filterst. Führe nur die Jobs auf, die praktisch relevant für deine Bewerbung sind. Für einen Studentenjob in der Bank, hat ein Nebenjob als Pizzabote keinen Mehrwert, demnach solltest du diesen weglassen. Hast du jedoch vielleicht bereits ein Praktikum im Finanzsektor absolviert, dann unbedingt auflisten!

4. FÄHIGKEITEN UND KENNTNISSE

In diesem Abschnitt nennst du alle deine Kenntnisse und Fähigkeiten. Neben Sprachkenntnissen, solltest du unbedingt auch IT- Kenntnisse aufzeigen. Sprachkenntnisse: Hier solltest du nicht nur die Sprachen aufzählen, die du sprechen kannst, sondern auch auf welchem Level (mündlich und schriftlich). Am häufigsten nutzt man die Begriffe: Grundkenntnisse, konversationssicher, Fliessend, Verhandlungssicher und Muttersprache. Alternativ kannst du deine sprachlichen Fähigkeiten auch nach dem Europäischen Referenzrahmen "Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen" von A1 bis C2 einstufen. Bei den IT-Skills kannst du alle Programme angeben, die relevant für deine Bewerbung sind. Vor allem Microsoft Office (Word, Excel, PowerPoint) ist sehr gefragt und ein Standardprogramm, mit dem die meisten bereits recht gut umgehen können. Bewirbst du dich z.B. für ein Praktikum im Online Marketing, sind bereits vorhandene Google Analytics oder Google Adwords Kenntnisse, sowie Photoshop sehr gefragt und hilfreich. Soft Skills sollte man nie alleine unter den Kompetenzen aufzählen, sondern geschickt verpackt in den Lebenslauf und das Motivationsschreiben integrieren. Generell gilt vor allem die Schweizer Bescheidenheit. Weniger ist ja bekanntlich mehr.

5. SONSTIGES

In dem Abschnitt Sonstiges, welcher sich am Ende deines Lebenslaufs befindet, kannst du Punkte wie Hobbys, Interessen und soziales Engagement in Form von Ehrenämtern aufführen. Diese zeigen Bereitschaft zusätzliche Verantwortung zu übernehmen und sagen viel über deine Persönlichkeit aus. Tipp: Hier kann man wunderbar einige Soft-Skills integrieren. Bei deinen Hobbies solltest du 08/15- Angaben wie Sport machen, lesen oder reisen vermeiden, bzw. ausführen. Statt Sport machen im Allgemeinen zu schreiben, könntest du deine genaue Sportart auflisten. Extremsportarten wie Bergsteigen oder Fallschirmspringen solltest du jedoch besser nicht erwähnen, denn damit ist ein hohe Risikobereitschaft verbunden.

Ein wichtiger Punkt, vor allem für Nicht-Schweizer, im Gegensatz zu einem z.B. deutschen Lebenslauf wird ein Schweizer Lebenslauf nicht datiert und signiert.

Du hast deinen Lebenslauf bereits gestaltet? Dann könnten unsere Tipps zum Thema Motivationsschreiben oder Bewerbungsgespräch für dich interessant sein. Zudem findest du in unseren Bewerbungstipps noch Informationen zum ersten Arbeitstag.

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Musterlebensläufe und Vorlagen

Manche Bewerber setzen alles daran, dass ihr Lebenslauf sich vom Lebenslauf ihrer Konkurrenten abhebt. Einige zahlen dafür sogar eine Menge Geld, um sich von einer Agentur einen professionellen Lebenslauf erstellen zu lassen. Wer sich jedoch selbst hinsetzen möchte, kann ein ähnlich gutes Ergebnis erziehlen. Zur Inspiration stellen wir dir drei Vorlagen für Lebensläufe bereit:

Vorlage 1 - Standard Lebenslauf

Klicke hier um dir den 2-seitigen Standard-Lebenslauf als PDF anzusehen.

Lebenslauf Clara Müller Lebenlauf Klara Müller Seite 2

Vorlage 2 - Moderner Lebenslauf

Klicke hier um dir den 2-seitigen modernen Lebenslauf als PDF anzusehen.

Klara Müller Bild Klara Müller Lebenslauf Seite 4

Vorlage 3 - Kreativer Lebenslauf

Klicke hier um dir den 1-seitigen kreativen Lebenslauf als PDF anzusehen.

Klara Müller Lebenslauf Seite 5

Mit Tools wie Canva kannst du einfach und kostenlos kreative und moderne Lebensläufe herstellen. Die Vorlagen musst du nur noch mit deinen persönlichen Daten ergänzen und schon ist dein Lebenslauf fertig.

Denke jedoch daran, dass dies nur eine Hilfestellung ist und dein Lebenslauf natürlich auch abweichen kann, je nachdem bei welchem Unternehmen du dich für eine Stelle bewirbst.

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LEBENSLAUF 7: Der Video-Lebenslauf

Graeme Anthony ist auf der Suche nach einem Job in der PR-Branche. Das ist ein gutes Beispiel für einen Video-Lebenslauf, in welchem er zeigt, dass er ein Experte in Punkto Kommunikation ist , sich selbst vorstellt und beweist, dass er eine Menge Fähigkeiten in seiner Berufssparte hat.

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5 Tipps für einen Video-Lebenslaufs

Video Lebenslauf Tipps

1. QUALITÄT

Bei einem Lebenslauf in Video Format solltest du vor allem auf die Qualität des Videos achten. Mit einem Smartphone oder einer guten Kamera ist dies jedoch gar kein Problem! Ist dein kleines Video fertig kannst du es gegebenenfalls noch bearbeiten und dann auf der gewünschten Plattform (YouTube, Instagram oder einem bestimmten Jobportal hochladen). In deinem Anschreiben, LinkedIn oder einem anderen Lebenslauf kannst du nun den Link zu deinem Video angeben.

2. DER RICHTIGE ORT

Über den Ort, an dem du ein Lebenslauf-Video drehst, solltest du dir auch ausreichend Gedanken machen. Ein attraktives und professionelles Setting ist sehr wichtig. Suche dir einen ruhigen Ort aus, an dem dich niemand stört und wo die Lichtverhältnisse gut sind. Achte auch darauf, dass man im Hintergrund Nichts sieht, was man nicht sehen sollte., wie zum Beispiel ein Stuhl mit Klamotten oder Kosmetik.

3. KURZ UND BÜNDIG

Du solltest darauf achten, dich kurz zu halten. Stelle dich deinem zukünftigen Arbeitgeber kurz vor und und kläre ihn über deine Stärken und Leidenschaften auf. Sage ihm, was dich an dem Bereich, für den du dich bewirbst, fasziniert und was dir besonders Spass macht. Ein Video-Lebenslauf ist eine Ergänzung deines normalen Lebenslaufes in Schriftform, demnach musst du nicht im Detail deine Kenntnisse und Fähigkeiten erläutern. Das Video dient vor allem dazu, deine Persönlichkeit besser zu zeigen. Vor allem in kreativen Bereichen, macht sich so ein Video-Lebenslauf gut. Du könntest zum Beispiel auch Freunde oder Kollegen einbeziehen und sie bitten etwas über dich zu sagen.

4. SELBSTPRÄSENTATION

In einem Video-Lebenslauf hältst du im Grossen und Ganzen eine kurze Präsentation über dich selbst. Demnach ist die Art und Weise, wie du dich präsentierst, sehr wichtig. Hier gilt es auch, dich gut darauf vorzubereiten. Achte auf deine Körpersprache und Ausdrucksweise. Schaue in die Kamera und sitze gerade und ruhig. Das Augenmerk liegt auf Professionalität und Selbstbewusstsein.

5. BLEIB DU SELBST!

Das Allerwichtigste, wie bei fast allem im Leben ist, dass du dich nicht verstellst und einfach du selbst bist. Sich zu verstellen bringt nichts, denn diese Fassade wirst du nicht immer aufrechterhalten können. Zeige deinem Arbeitgeber direkt wer du bist und steh dazu. Auch für dich ist es wichtig, dass du zu dem Unternehmen und der Position passt, so wie du bist. Wenn es passt, dann passt es! Viel Erfolg!

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