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Auslandssemester – Zeit für einen Mutausbruch

Von Tanja Konstantinovics am 24-05-2018

Monatelang beschäftigst du dich mit der Planung deines Auslandssemesters und die Aufregung steigt von Tag zu Tag. Der Reiz, endlich einmal aus dem Alltag auszubrechen und etwas ganz Neues zu erleben ist gross. Ganz nebenbei wertest du auch noch deinen Lebenslauf auf und verbesserst deine damit verbundenen Karrierechancen. Durch die immer weiter zunehmende Internationalisierung, wird es stets wichtiger für das spätere Berufsleben mehrere Sprachen zu sprechen. Ausserdem zeigt der Schritt, ein Semester im Ausland zu absolvieren, Offenheit gegenüber Neuem und die Fähigkeit über den Tellerrand zu schauen. Allerdings bringt der Entschluss bei Vielen auch die ein oder anderen Bedenken und Ängste mit sich. Vor allem dann, wenn die Koffer fertig gepackt sind und du realisiert, dass es jetzt wirklich losgeht. Du weisst ja schliesslich vorher nicht genau, was dich erwartet und wie alles ablaufen wird.

Weltentdecker

1. Die Tücke der Erwartungen

Als zukünftiger Austauschstudent hast du im Vorhinein selbstverständlich gewisse Erwartungen an dein Auslandssemester, also eine mehr oder weniger genaue Zielvorstellung von dessen Verlauf oder Dingen, die du erleben willst. Tatsächlich verläuft aber oft nicht alles nach Plan oder wie du es erwartest. Werden diese Erwartungen nicht erfüllt, macht sich schnell Enttäuschung breit. Um dies zu verhindern, ist es ratsam, so offen wie möglich an die Sache heranzugehen. Die schönsten Dinge passieren ja bekanntlich unerwartet.

2. Alleine in einem fremden Land zurechtfinden

Die Umgebung zu Hause kennst du in- und auswendig. Du kennst den Weg zur Uni, zum Friseur und zum nächstgelegenen Supermarkt. Wirst du dich aber auch alleine in einem ganz fremden Land zurechtfinden? Was früher eine echte Herausforderung sein konnte, ist in Zeiten von Google Maps und den schon vorinstallierten Karten auf dem Smartphone eher ein geringeres Problem. Mit Hilfe dieser Apps findest du im Handumdrehen den richtigen und kürzesten Weg zur gewünschten Destination. Dir die Strecken einzuprägen wird zu Beginn wahrscheinlich trotzdem noch etwas dauern, aber wie mit allem, findest du dich mit der Zeit besser zurecht und schon bald wirst du die neue Stadt kennen wie deine eigene Westentasche. Und selbst wenn du dich einmal verläuft, hast du wenigstens ein bisschen die Umgebung erkundet.

Ausflug

3. Angst vor Sprachproblemen

Diese Angst ist wohl eine der häufigsten Sorgen von Studenten. Du besitzt zwar schon einige Sprachkenntnisse aus der Schule oder Universität, doch ist es etwas ganz anderes, die Sprache in der Schule zu lernen, als sie dann im alltäglichen Leben anzuwenden. Es wird sicher einige Situationen geben, in denen dir im wahrsten Sinne des Wortes, die richtigen Worte fehlen. Vor allem am Anfang ist es schwer und du wirst häufig schlichtweg Hemmungen haben, zu sprechen. Du wirst dich aber sehr schnell an die sprachlichen Gepflogenheiten gewöhnen und in kürzester Zeit erstaunlich viel dazulernen. Auch wenn du wahrscheinlich beim Reden einige Fehler machst, werden dich die meisten Menschen verstehen und deine Bemühungen schätzen. Also, nur keine Hemmungen haben! Zur Not helfen auch Hände und Füsse bei der Verständigung.

4. Angst vor Einsamkeit und keinen Anschluss zu finden

Dies ist in den meisten Fällen total unbegründet, denn ganz automatisch lernst du neue Leute und vor allem andere Austauschstudenten aus aller Welt kennen. Zum Beispiel bei einigen der zahlreichen Aktivitäten, die häufig von Studentenvereinigungen der Universitäten extra für die Neuankömmlinge geplant werden. Die meisten Studenten berichten von den tollen neuen Leuten, die sie während ihres Auslandssemester kennengelernt haben und mit denen sie viele grossartige Erinnerungen teilen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass du selbst auch kontaktfreudig bist und offen und aufgeschlossen auf Andere zugehst.

Gemeinschaft

Mit einem Auslandssemester trittst du buchstäblich eine Reise in's Ungewisse an und es ist völlig normal, dass bei dir kurz vor Abreise ein wenig Unbehagen aufkommt. Die Erfahrung ist jedoch in den meisten Fällen Gold wert und trägt ungemein viel zu deiner persönlichen Entwicklung bei. Die Mehrheit der Studenten beschreibt die Zeit im Ausland als eine der besten ihres Studiums, die sie so schnell nicht vergessen werden. Geprägt von neu geschlossenen Freundschaften und vielen tollen Erlebnissen auf der einen Seite, und von Hürden und Herausforderungen, die es zu überwinden galt, auf der anderen. Nach Plan wird nicht immer alles laufen, aber es wird sich auf jeden Fall lohnen!

In diesem Sinne, traue dich und sage ja zu neuen Abenteuern, denn „Mit Mut fangen die schönsten Geschichten an.“

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