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Jeder Student kennt sie - die Prokrastination, die Aufschieberitis. Eigentlich weiss man schon, was auf der To-Do Liste steht, welche Aufgaben man hat und wie schlau es wäre, diese jetzt zu erledigen. Machen wird man es aber trotzdem nicht. Man will einfach nicht, keine Lust, andere Dinge sind verlockender! Es ist nun einmal sehr leicht, unerwünschte Aufgaben bis zur letzten Minute zu verschieben. Auch wenn wir dann gezwungen sind, (mindestens) eine stressige Nachtschicht einzuschieben. Wir sind erschöpft, frustriert und sechs Tassen Kaffee verlieren auch ihre Wirkung. Du möchtest das ändern? Die nächste Klausurenphase oder Abgabetermin soll nicht von nächtlichem Lernen und Erschöpfung gekennzeichnet sein? Dann lies dir hier die Top 10 Tipps durch, um Prokrastination zu vermeiden und tatsächlich einmal etwas Schlaf zu bekommen!

 

1. Organisiere dich und deine Aufgaben besser

Ein weit verbreitetes Problem ist, dass du gar nicht erst anfangen willst, da du überhaupt nicht weisst, was genau du machen musst. Abgesehen vom „Lernen“. Du kannst aber keine Arbeit erledigen, wenn du nicht weisst, welche Aufgaben erledigt werden müssen. Beschäftige dich also mit deiner Aufgabe und brich sie auf grobe Einheiten herunter. So erkennst du viel besser, welche Bestandteile die Aufgabe eigentlich hat. Investiere zudem in einen Planer oder nutze die Kalender-App auf deinem Handy. Trage Fristen, wichtige Termine und Lerneinheiten ein, z.B. wann du neuen Stoff lernst oder Wiederholungstage machen möchtest. Dies macht es viel einfacher, einzelne Aufgaben und wichtige Fälligkeitstermine im Auge zu behalten.

 

2. Setze dir einfache und erreichbare Ziele

Ein Grund, warum wir prokrastinieren, ist, dass die anstehende Aufgabe zu entmutigend erscheint. Es ist viel einfacher mit einem Projekt zu beginnen, wenn du einfache, erreichbare Ziele festlegst, als einen grossen, vagen Plan. Anstatt sich zu sagen: "Ich werde heute Abend etwas für die Uni machen", sag: "Ich werde heute Abend den Stoff aus Vorlesung X wiederholen."; Dies macht deine Ziele erreichbarer.

 

3. Erstelle eine Zeitleiste / einen Zeitplan

Nachdem du deine Ziele festgelegt hast, erstelle eine Zeitleiste, um diese zu erreichen. Dies könnte ein Studienplan für deine bevorstehende grosse Prüfung sein („Am Dienstag werde ich das Thema der Vorlesung X und am Mittwoch die Aufgaben aus dem Tutorium wiederholen.“), oder es könnte für eine Hausarbeit sein, den du schreiben musst ("Am Samstag werde ich die Einleitung schreiben. Am Sonntag ein bestimmtes Kapitel aus eine Buch exzerpieren"). Wenn du eine Aufgabe im Laufe der Zeit in kleine Teile aufteilst, ist sie viel einfacher zu erledigen. Und die Chance zu prokrastinieren, wird auch verringert.

 

4. Lege eine Frist fest

So viele Menschen sind im Zyklus "Ich fange bald an mich auf die Klausur vorzubereiten" oder "Ich suche mir irgendwann im nächsten Semester ein Thema für die Bachelorarbeit" gefangen. Die Wahrheit ist "bald" und "irgendwann" kommen nie. Es ist wichtig, ein bestimmtes Datum festzulegen, an dem deine Ziele erreicht werden sollen. Oft gibt dieses Datum natürlich die Universität vor. Du kannst dir aber auch eigene Zwischenfristen setzen. Wenn du eine Aufgabe fällig hast, versuche sie ein oder zwei Tage im Voraus abzuschliessen. Auf diese Weise hast du noch etwas Zeit, um etwas Unerwartetes zu erledigen, den Stoff zu wiederholen oder einfach auf der sicheren Seite zu sein.

 

5. Ablenkungen loswerden

Es ist wichtig, dass du dich vor Arbeitsbeginn von allen möglichen Störungen befreist, damit du nach der Hälfte deiner Aufgabe nicht unnötig abgelenkt wirst. Wenn du zu viel Zeit mit Snapchat oder Instagram verbringst, obwohl du studieren solltest, schalte dein Handy aus oder nutze entsprechende Apps wie Forest oder andere. Ablenkungen können auch externe Quellen sein, wie z. B. nervige Geschwister. Versuche, klassische Musik oder weisses Rauschen zu hören, um die ständigen Geräusche zu übertönen. Alternativ kannst du die Lernumgebung ändern und in die Uni-Bibliothek gehen, wo du deine Gedanken klärst und du ablenkungsfrei lernen kannst.

 

6. Zeit organisieren

Wenn du mit Aufgaben beschäftigt bist, kannst du dich leicht selbst verzetteln und die Zeit vergessen. Dabei kann unser Gehirn nicht lange am Stück viele Informationen verarbeiten und sich gleichzeitig konzentrieren! Also, wie lange solltest du lernen? Jeder von uns ist anders, aber die meisten Experten sind sich über einen Bereich von 45 bis 90 Minuten einig. Stelle einen Timer ein, um die Lerneinheiten besser im Blick zu haben. Nach denen Lernintervallen solltest du zumindest 5-15 Minuten Lernpause machen. Frische Luft schnappen, etwas trinken und essen, die Gliedmassen strecken oder einen kurzen Spaziergang machen.


7. Lerne nicht alleine

Wenn du zur Prokrastination neigst und Schwierigkeiten hast, dich und dein Lernen besser zu organisieren, solltest du dir auch überlegen, ob nur alleine Lernen genau der richtige Weg ist. Natürlich wirst du vieles alleine lernen müssen, da gibt es keine Alternative. Allerdings gibt es auch Lerngruppen, Tandem-Partner oder professionelle Nachhilfe, die dich unterstützen können. Bilde selbst eine Lerngruppe mit deinen Kommilitonen und trefft euch regelmässig, um schwierige Fragen zu klären oder einfach etwas zu wiederholen.

Gute Nachhilfe findest du vielleicht auf dem Schwarzen Brett an der Uni oder such doch einfach online nach passender Nachhilfe. Nachhilfe geht klassisch bei dir Zuhause oder im Café, aber auch ganz einfach online.

 

8. Anreize geben

Jeder liebt es, belohnt zu werden. Sich selbst für etwas zu belohnen, ist einfach ein tolles Gefühl. Es ist wichtig, sich selbst Anreize zu geben, egal wie klein sie sind. Es ist einfacher, zielstrebig und konsistent zu sein, wenn etwas auf dem Spiel steht.

 

9. Erledige zuerst die anspruchsvollen Themen

Es ist schwer, etwas zu erledigen, das man nicht tun möchte. Weil es schwer, viel oder kompliziert ist. Das lädt natürlich zum Aufschieben förmlich ein. Damit du also gar nicht zum Prokrastinieren verleitet wirst, solltest du am besten zuerst deine schwierigsten Aufgaben erledigen. Tu es einfach, du wirst erst ohnehin an irgendeinem Punkt erledigen müssen. Dann besser sofort. Danach erscheinen die verbleibenden Aufgaben auch einfacher und kürzer.

 

10. Erzähle jemandem von deinem Ziel

Es ist leicht, Aufgaben zu vergessen oder aufzuschieben, wenn du die einzige Person bist, die dich selbst zur Rechenschaft zieht. Wenn du etwas erledigen willst, sag es einem Freund oder Familienmitglied. Wenn du noch mehr Ansporn brauchst, suche dir einen Nachhilfelehrer. Jetzt gibt es jemanden, der dich für deine Ziele verantwortlich machen kann. Als zusätzlichen Bonus hast du auch jemanden, mit dem du deine Siege feiern kannst, egal wie klein sie sind. Egal, ob du bei einem Test eine 6.00 erhältst oder nur ein paar Tage im Voraus ein Projekt abschliesst, dein Freund wird dich immer unterstützen. Gib der Prokrastination dieses Mal keine Chance!

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